Story behind the Picture – Winzige kleine Welt

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Olympiaspiele 2000. In Sydney. Der kleine Matze sitzt vor der Glotze und sieht das Opera House. Die Entfernung dahin im Hinterkopf kommt es ihm einfach nur riesig vor. Er stellt sich all diese absurden Sachen vor: Man könnte sich durch die Erde graben und käme wahrscheinlich irgendwo im Hafenbecken vor der Oper raus. Dieses riesige weiss strahlende Ding. Dieses Symbol Australiens. Diese Ikone der anderen Seite der Welt. Unerreichbar!

13 Jahre später stehe ich davor und kann nicht glauben, wie klein das Ding auf mich wirkt. Geradezu lächerlich. Abgenutzt und beschmutzt. Ich bin sauer. Da reise ich so weit und meine Teenie-Erwartungen werden aufs bitterste enttäuscht. Trotzig umrunde ich die Oper, steige auf die Harbour Bridge, fahre mit einem Boot – mit tags und nachts immer demselben Ergebnis: Das Sydney Opera House hat mich geblendet!

Lange denke ich darüber nach. Auf der ganzen Weltreise hatte ich kein so komisches Erlebnis. Ich habe mich wirklich persönlich getäuscht gefühlt und habe bis heute bis auf den fadenscheinigen und an den Haaren herbeigezogenen Gedanken, dass weiter Entferntes einfach grösser wirkt keine Erklärung dafür.

Habt Ihr eine für mich?

 

5 Antworten auf „Story behind the Picture – Winzige kleine Welt“

  1. Das ging mir ganz genau so! Ich hatte nicht mal mehr Lust zur Oper hinzulaufen und sie von Nahem anzusehen. Ich dachte nur: „Das soll ein Witz sein? Das bescheuerte Kreuzfahrtschiff ist drei mal größer als die Oper? HÄ?“

    Und ein ähnliches Erlebnis hatte ich auch schon in Reykjavik. Diese Kirche, die auf allen Fotos so gigantisch aussieht… wie ein kleiner Mount Everest in Mitten der isländischen Hauptstadt und dann steht man davor und das Ding ist nicht größer als eine Mittelmäßige Dorfkirche.

    Klarer Fall von optischer Täuschung…

    1. Na toll. Die doofe Kirche steht bei mir schon lang auf der Willsehen-Liste.
      Mir fällt in der Reihe auch ganz spontan noch das Brandenburger Tor ein. Ich musste lachen, als ich das das erste Mal gesehen habe (und damals noch mit dem Taxi durchgefahren bin).

  2. Hehe ich kommentier hier auch mal. Also Preikkestolen in Norwegen…von unten mini und man sieht ihn nicht. Foto hier: http://viel-unterwegs.de/1-woche-aida-kreuzfahrt-norwegen/#Stavanger

    Und auch der James Bond Felsen in der Phang Ngha Bucht Thailand…Da sind immer gute Fotografen am Werk ;-) (im Artikel ganz unten gibts 2 Bilder http://viel-unterwegs.de/ko-yao-noi-geheimtipp-im-sueden-von-thailand/)

    Ach nee die Kirche steht bei mir auch auf der Liste….aber immerhin sind die Maya Ruinen auch wirklich groß und nicht nur „gut fotografiert“ da kann ich euch beruhigen.

    Beim Brandenburger Tor hatte ich überhaupt keine Erwartung und finde es eigentlich nicht so klein (oder doch?) muss wohl mal wieder vorbei fahren ;-)

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