Don Det – Hängematte im Mekong

Ich habe ja schon ein bisschen über Don Det geschrieben. Ich muss allerdings zugeben, dass das recht am Anfang meiner Zeit dort war. Ich hab doch noch ein wenig nachzureichen, auch wenn das eher reisetechnischer Natur sein wird.

Wie schon erwähnt ist im Norden der Insel „die Hölle“ los. Will heissen, da ist eben der einzige wirkliche Sandstrand (10×20 Meter) und jede Menge Bars und Restaurants (die aber überraschend leer waren). Am Strand selbst liegen morgens gern die Wasserbüffel und ihre Verdauung rum, ebenso ist dort regelmässiger Fährverkehr. Ist also eher was für die ganz harten oder schon betrunkenen, da rumzuliegen. Was ich in der Gegend allerdings empfehlen kann, ist die etwas versteckt liegende „Reggae Bar“. Die haben dort eine Terrasse über dem Mekong und eine Art Sprungbrett, von dem man etwa 8 Meter tief in den Fluss springen kann.

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Ausserdem lernt man hier jede Menge andere Reisende kennen. Ob man will oder nicht. Von der Pizza dort rate ich allerdings ab. Auch wenn sie mit dem Argument „Käse aus Neuseeland“ verkauft wird – nicht essen! Local Food ist überall in etwa das, was man sich in Deutschland unter Tiefkühlschnitzel vorzustellen hat. Die Restaurants sind eben auf Backpacker eingestellt, was leider immer Pferdefleisch und Reis bedeutet.

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Eine Ausnahme gibt es allerdings, und die bietet einem ausgerechnet ein Deutscher, der eine Laotin und deren Gästehaus „Mama Leuah“ geheiratet hat. Weiter im Süden auf der Sunrise-Seite gelegen (ca. 15 Min mit dem Rad), gibts dort von leckerem laotischen Laap bis zu Züricher Geschnetzeltem. Die Karte ist für laotische Verhältnisse erstaunlich übersichtlich, ich bin mir sicher, dass es genau deswegen so lecker ist. Leider hatte Lutz keine Bungalows frei, weswegen wir ein Guesthouse weiter gewohnt haben. Ich weiss nicht genau, wie das hiess, vermutlich wussten die Betreiber es selbst nicht, aber es gab dort Basic-Bungalows ohne Bad für 4 Eur/Nacht. Inklusiver kleiner Terrasse und Hängematte. Die haben auch ein Restaurant, allerdings mit dem üblichen laotischen Einheitsbrei. Ausserdem hatte die Schwester des Besitzers AKA Köchin irgendwie immer Angst vor uns.

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Der Platz wäre perfekt zum Entspannen und Ausschlafen. Es gab abgesehen von der fantastischen tatsache, dass der Besitzer KEINEN eigenen Hahn hatte nur zwei Schönheitsfehler: Morgens ab 6 Uhr knattern extremst laute Boote 15 Meter entfernt über den Mekong. Zeitweise bin ich aufgewacht und dachte, an mir fahren gerade 20 Traktoren vorbei. Die Boote benutzen offene Motoren ohne irgendwelche Schalldämpfung. Das macht sich eben bemerkbar. Zusätzlich dazu: Die Grillen in den Bäumen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was die hier für einen einer Kreissäge ähnlichen Lärm machen können. Und den machen sie nach Lust und Laune. Ich hab leider nicht rausfinden können, wann sie sich entscheiden loszulegen.

So bin ich also wieder jeden Morgen gegen 6 Uhr aufgewacht (wird hier echt zur Gewohnheit), hatte allerdings dadurch die Gelegenheit, extremst unterhaltsame Sonnenaufgänge zu sehen, die Kühle am Morgen in der Hängematte zu geniessen und früh am Abend schon müde zu sein. Hat auch alles seine Vorteile.

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Wer dann tatsächlich von Don Det weg will, dem empfehle ich, das hier zu lesen, weil einem keiner sagt, wie das genau geht. Ich hab mich auch erstmal bei ein paar anderen durchfragen müssen, bis ich jemanden getroffen habe, der Ahnung hatte: Man bucht sein Ticket. Dann wird man mit dem Boot im Idealfall morgens abgeholt und zum Pier gebracht. Anstatt da wie ich erstmal blöd rumzustehen, sollte man zum grossen Platz hinter dem Geldautomaten gehen (ca. 100 Meter ins Landesinnere), dort sein Ticket in ein anderes Ticket umtauschen und je nach Bedarf seinen Pass und Geld abgeben, wenn man nach Kambodscha will. Aber von der lustigen Geschichte erzähle ich dann bald…

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