Hong Kong!

Alles fängt damit an, dass ich mit der Fähre in Hong Kong ankomme und gleich vor einem Pret a Manger stehe. Ich kenne die Läden und ihre Sandwiches aus London und bin seitdem Fan! Guter Start, Hong Kong! Das Fastfood-Verlangen ist befriedigt!

Ich checke in mein Hotel ein, muss kurz über den Schuhkarton mit Wasseranschluss lachen, den man mir hier für teuer Geld verkauft, freue mich dann aber doch, so mitten in der Stadt hier (TST, nicht die tollste Gegend, aber MRT/Ubahn gleich um die Ecke) zu wohnen.

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Bequeme Schlaftoilette

Dann gehts raus, ein bisschen helle Stadt im Dunkeln ankucken, mich treibts an die Hafenfront und ich komme völlig ungeplant genau rechtzeitig zur Lichter-/Musikshow an. Da läuft ziemlich beliebige Musik und dazu blinken die Hochhäuser auf der anderen Hafenseite. Nett gemacht – eine fantastische Kulisse! Hong Kong, bisher keinen Fehler gemacht. Hut ab!

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Ich laufe noch ein wenig rum, esse und trinke und merke, was hier nicht so ganz in mein bisheriges Bild von asiatischen Grosstädten passt. Drei Dinge:

  • Es ist sauber
  • Es fahren keine Mopeds, keine TukTuks rum
  • Es stinkt nicht! Nirgends!

Dazu ist mir kalt. 20 Grad und ich friere. Und ich wunderte mich schon, wieso hier manche mit Wintermänteln rumlaufen. Gut, am nächsten Morgen ziehe ich mir auch das erste mal seit genau 2 Monaten wieder eine Jeans, Sneakers und einen Hoodie an, freue mich, dass ich die Sachen noch nicht verschenkt habe und ziehe los, um mir erstmal eine Octopus-Card zu holen. Das ist was ganz praktisches: eine Plastikkarte, die man mit Geld auflädt und fast überall damit zahlen kann. Und zwar nur, indem man sie vor einen kleinen Sensor hält. So kann man ganz easy in die Ubahn, im 7/11 zahlen, Kino usw…

Den Rest des trüben und kalten Tages verbringe ich mit rumlaufen und staunen. Nie in meinem Leben habe ich vorher soviele Luxusautos auf einem Haufen gesehen. Lambourghinis, Porsches, Maseratis, Ferraris haufenweise! An jeder zweiten Ecke irgendein Luxusklamottenladen mit schlangestehenden Menschen davor, bereit, hier wahnsinnig viel Geld auszugeben.

Abends treffe ich mich mit einem alten Freund, mit dem ich in der Schule zusammengesessen bin. Er lebt jetzt hier und es wird Zeit, dass wir uns nach 10 Jahren mal wieder sehen. Wir gehen leckeren Hühnerfuss und Krabbe essen, danach noch ein Bierchen trinken.

Den nächsten Tag treibe ich mich auf Hong Kong Island rum, laufe in den Strassen von Sheung Wan rum, bekomme viele Haifischflossen zum Kauf angeboten, sehe alte Männer ihre Singvögel Gassi führen und kann mich an dieser unfassbaren Architektur hier nicht sattsehen. Jeder Quadratzentimeter wird hier ausgenutzt, um gnadenlos in die Höhe zu bauen. Ich hab zwar keine Ameisen gesehen, aber ich würde wetten, dass die ihre Häufen hier auch senkrecht bauen würden. Obwohl hier ein so grosser Platzmangel herrscht, hat Hong Kong überdurchschnittlich viele Grünflächen, wenn man auf die „Rückseite“ der Insel geht, sieht man sogar fast nur grün.

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Und da ich das auch sehen will, fahre ich am Abend mit der Peak Tram hoch auf den Berg, um eine sensationelle Aussicht auf Hong Kong zu haben. Davor heisst es jedoch: Warten! Lange Warten! 1,5h stehe ich mit einer geschätzten Million anderer Touris an, um mit der Tram auf den Berg zu fahren. In der Warteschlange lese ich dann auf Tripadvisor, dass man auch ganz günstig und ohne Warteschlange einen Bus auf den Berg hätte nehmen können. Naja, zu spät. Irgendwann oben, tolle Aussicht, tausende sich drängelnde Touris, worauf ich einen Tourikoller bekomme. Nichts wie weg! Ich nehme ein Taxi zurück, treffe mich wieder mit Henne, wir landen irgendwann im Ballermann Hongkongs: Lan Kwai Fon. Muss man ehrlich gesagt nicht gesehen haben.

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Aussicht von The Peak

Nach einer recht kurzen Nacht gehts mit dem Bus in Richtung Stanley. Barbecue am Strand. Ja, richtig! Strand! In Hong Kong. Und zwar richtig schön. Keine 30 Min vom Zentrum weg. Die Stadt wird mir immer unheimlicher, so sympathisch ist sie mir.

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Am nächsten Tag verlaufe ich mich planlos in den unzähligen Shopping-Malls, in denen es einfach jede teure Luxusmarke der Welt gleich zehnfach gibt. Jeder scheint hier nur einzukaufen. Kein Wunder, denn eine Mehrwertsteuer gibts hier nicht, was viele Waren gerade für Ausländer billiger macht.

Alles in allem kann ich jedem nur ans Herz legen, mindestens 4 Tage hier zu verbringen, um diese Mischung aus absoluter Ordnung und gleichzeitiger Anarchie im Kleinen aufzusaugen. Morgen gehts nach Singapur und ich bin überraschenderweise fast ein bisschen traurig, aus Hong Kong wegzumüssen.

 

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