Koh Chang, das Perlchen!

Nach Kambodscha brauche ich einfach mal wieder Meer. Lange hab ich gesucht, hin- und herüberlegt und mich dann entschieden, nach Koh Chang zu fahren. Das ist eine Insel im Südosten Thailands, nahe der kambodschanischen Grenze. Mit dem Bus von Siem Reap in lächerlichen 13 Stunden zu erreichen.

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Auf der Fähre nach Koh Chang

Über die Busfahrt gibts nichts Besonderes zu berichten. Wie immer. Irgendwann komme ich in Trat an, darf auf eine nette kleine rostige Fähre und wir legen in Richtung Sonnenuntergang ab. Da die Fähre nur so schnell ist, wie sie aussieht, kommen wir auch erst im Dunkeln an. Sammeltaxi zum White Sand Beach, dort direkt ein Guesthouse für 450 Baht gefunden, am Strand mal wieder leckeren Fisch zu Abend gegessen und ab ins Bett.

Am nächsten Morgen wache ich früh auf, gehe zum Strand, freu mich über soviel türkis und weiss und suche mir einen Bungalow am Strand. Werde auch recht schnell fündig – und zwar im „Independent Bo“, einer Art Hippie-Bungalowanlage. Die Bungalows sind direkt an den hinter dem Strand ansteigenden Hügel gebaut, alle schön bemalt und insgesamt der Hingkucker am Strand (alle 2 Min macht ein Russe oder ein Koreaner ein Bild davon). Die Betreiberin Fiona macht mich auch gleich mit ein paar wichtigen Regeln (Kein Klopapier ins Klo, Füsse unten am Strand abwaschen, nur 2 Leute gleichzeitig an den Selbstbedienungskühlschränken, Bier darf nur im Resort gekauft werden, …) vertraut, zu denen in den nächsten Tagen noch einige hinzukommen sollten. Und was für ein Glück, am Abend ist gleich mal eine Party, zu der alle Gäste kommen MÜSSEN, weil ja gekocht wird usw…Ich finds aber toll, so kann ich gleich meine „Mitbewohner“ kennenlernen. Die Party selbst ist dann nicht so unbedingt das lebensfrohste, was ich jemals gesehen habe (kann an den 50% Kiffern liegen, die nur rumsitzen und drehen), aber ein paar nette Leute und Freaks kann man hier definitiv jederzeit kennenlernen.

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Independent Bo Resort
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Die untere Bar – von der Hängematte aus gesehen

Es gibt zum Beispiel die Dauerkiffer, die teilweise schon seit 4 Monaten hier wohnen und nichts anderes tun, als im „Wohnzimmer“ – einem offenem Raum zum Strand hin – zu sitzen und, genau, nichts zu tun – ausser zu kiffen. Dann gibt es alte Menschen, zum Beispiel den 80-jährigen Fred, der wohl den goldglänzenden Nachnamen „Rothschild“ trägt und sich auch so verhält. Chiko, den Kanadier nicht zu vergessen, der wie die Reinkarnation einer Mischung aus Dallas und Samurai auszusehen versucht und jede Frau in seiner Nähe erfolglos anmacht. Die Ameisen – einfach überall! Und dann gibts da eben noch die Normalos wie mich, die eben nur einen schönen Strand wollen.

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Bungalow von innen
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Bungalow von Aussen
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Blick aus dem „Wohnzimmer“

Und den gibt es hier! Weiss, gross, in ein türkises Meer endend. Feiner Sand, meistens sauber, kleine Wellen, wenig Getier und sicher 2 Km breit. 1 Km voll mit Beachbars, Restaurants und Touris, die andere Hälfte schön leer und ein bisschen versteckt (da sind Felsen in der Mitte des Strands, auf denen ein Restaurant thront, viele scheinen zu denken, der Strand sei hier zu Ende).

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Strand inkl. Touris

Über die 5 Tage hier lässt sich nicht viel schreiben, da ich eigentlich die ganze Zeit schwer damit beschäftigt war, am Strand zu liegen, im Bungalow zu liegen (beim ersten Regen seit 6 Wochen), zu schwimmen, zu essen, zu lesen, Hotels in HongKong und Singapur zu suchen, Blog zu schreiben und mich einfach nur zu freuen.

Ich kann jedem nur empfehlen, hierher zu kommen. Mir hats fast besser gefallen als in Koh Phangan. Und da wars ja schon ach so toll…

Aber irgendwann hat jeder Strand ein Ende und ich fahre zum dritten Mal auf meiner Reise nach Bangkok, um von dort weiter nach Hong Kong zu fliegen.

Aber vorher weils so schön war noch ein paar Strandbilder.

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