Laos – Vientiane und Brot

Mit dem Flieger aus Bangkok lande ich auf meinem Weg nach Vientiane in Udon Thani, einer Stadt in der Nähe der laotischen Grenze.

Einreise

Für 200 Baht gibt es dort einen Bus an dieselbe. Dort angekommen, stellt man sich erstmal eine halbe Stunde an, um aus Thailand ausreisen zu dürfen. Danach fährt man mit einem anderen Bus über die Freundschaftsbrücke an die laotische Grenze, macht sich erstmal schlau, wie das hier überhaupt funktioniert, füllt drei Formulare aus, die von einem wissen wollen, wer man ist, was man will, wo man sich aufhalten wird und wann man wieder gehen will. Dann übergibt man den Papierkram inkl. einem Passbild, dem Reisepass und 30 Dollar dem Zollmenschen und wird zu einem anderen Schalter gebeten, wo man dann erstmal wartet. Nach ca. 30 Min bekommt man dann bis auf das Geld alles wieder und hat ein hübsches Visum im Pass. Dann passiert man damit die erste Kontrollstelle. Wenn alles in Ordnung ist, gehts zur nächsten Station, der Einreisegebühr. Wer auch hier alles richtig macht, darf dann endlich zur finalen Kontrolle und kann nach Laos einreisen. Und das ist etwas, was ich jedem nur empfehlen kann!!

Brot!

Mit dem Tuktuk gehts innerhalb von ca. 30 Min nach Vientiane. Hier angekommen, verbringe ich erstmal ein bisschen Zeit damit, mir ein Zimmer zu suchen. Mir fällt sofort auf, wie ruhig, relaxed, sauber und schön es hier im Vergleich zu meinen beiden vorherigen Stationen Kanchanaburi und Ayutthaya ist. Nachdem ich zu meiner Freude auch noch eine französische Bäckerei gesehen habe, finde ich auch endlich ein Zimmer (Orchid Guesthouse) und düse nach einer Dusche los zur Bäckerei. Mein Magen springt vor Freude! Brot! Echtes Brot! Guter Kaffee! Freundliche Menschen! Sonne! Wenig bis gar keine Strassenhunde!

Nachdem ich also meinem Magen eine kleine Freude gemacht habe, schaue ich mich noch ein wenig in der Gegend um, gehe irgendwann lecker Reis mit Huhn auf der Srasse essen, trinke noch ein Bier, unterhalte mich mit ein paar Nürnbergern, die am nächsten Tag abreisen müssen und falle dann um zehn todmüde ins Bett, da ich den in Ayutthaya nicht vorhandenen Schlaf nachholen muss.

Dafür weckt mich um 6 Uhr morgens mein erstes tropisches Gewitter. Seitdem ich in Laos bin, habe ich gute Laune, starre auf den Wasserfall aus dem Himmel und schlafe bei entspannten 20 Grad wieder ein.

Eigentlich will ich nur 2 Tage in Vientiane bleiben, bevor ich nach Vang Vieng weiterreise, aber die Atmosphäre hier ist so entspannt, dass ich 5 Tage bleibe. Die Stadt wirkt wie eine verschlafene französische Stadt. Verstörend wirken da nur die Sowjet-Flaggen überall, aber auch an die gewöhnt man sich schnell.

Buddha Park

Auch einen Ausflug zum Buddha-Park, 25KM vor Vientiane mache ich. Und merke das erste Mal, dass Laos eben doch noch ein Drittwelt-Land ist. Die Strasse dorthin ist eine mit Schlaglöchern übersäte Staubpiste, man fährt in einem Bus mit gesprungener Frontscheibe und Löchern im Boden und sieht, wie die Laoten abseits der Stadt leben: In Hütten. Trotzdem wirken alle fröhlich.

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Der Buddha-Park besteht aus jeder Menge Buddha-Figuren und einem begehbaren Riesenkürbis. Sehr skurril das Ganze. Innerhalb von 30 Min hat man jedoch alles gesehen und ich finde, dafür lohnt sich der Trip (insgesamt 5h) nicht.

Es lohnt sich jedoch, die „Vertikale Rollbahn“ zu besuchen. Irgendwann in den 60ern haben die Amerikaner den Laoten eine Menge Zement geschenkt, damit diese ihren Flughafen ausbauen können. Darauf hatten die Laoten aber keine Lust und haben mit dem Zement einen Triumphbogen ähnlich dem in Paris – nur grösser – gebaut. Man kann diesen besteigen und hat dann eine tolle Aussicht über die Stadt.

Vientiane hat natürlich auch recht viele Tempel. Ich habe mir ein paar angesehen, merke mir aber schon gar nicht mehr deren Namen, weil irgendwie doch jeder dem anderen gleicht.

Morgen gehts für mich weiter zu einem kurzen Stop in Vang Vieng. Ich freue mich schon extrem auf die Karstgebirge und die Natur.

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