Mit Hindernissen von Phonsavan zur Entspannung

Nach Phonsavan hatte ich eigentlich vor, mich nach Zentrallaos durchzuschlagen, dort ein paar Tage mit dem Moped durch die Wildnis zu brausen und mir dann die Konglor Cave anzuschauen. Daraus wurde leider nix…

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Ich nehme als erstes den Bus aus dem Nebel von Phonsavan nach Paksan. Eine Fahrt, die man in Laos unbedingt gemacht haben sollte, wie ich finde. Ich kann leider nur aus dem verschmierten Busfenster schauen, aber diese unfassbar schöne Natur da draussen lässt mich sicherlich 4h mit offenem sabbernden Mund dasitzen. Dichter Dschungel, der nur von glitzernden mal blauen, mal grünen und mal braunen Flüssen durchzogen wird. Da wird einem der völlig überfüllte Bus ohne Klimaanlage (dafür mit jeder Menge Hühnern) völlig egal.

Paksan selbst ist so toll, dass ich nicht mal Lust habe, darüber zu schreiben. Am nächsten Tag gehts jedenfalls weiter mit dem Bus nach Thakek. Ankommen in Thakek. Sich wundern, wie hässlich hier alles ist. Sich mal wieder eine Atemschutzmaske wünschen. Das erste Mal in Laos wirklich unfreundliche Menschen treffen. In eine Drecksbude einchecken und Durchfall (wohl ein letzter Gruss aus Paksan) bekommen. Zwei Tage im Zimmer bleiben, sich über eine Toilette ohne Spülung freuen, Immodium in Massen einwerfen. Und sich dann entschliessen, so schnell wie möglich zu den 4000 Inseln im Mekong, kurz vor der kambodschanischen Grenze weiter zu reisen und mal eine Woche lang nicht in überfüllten Bussen zu sitzen oder in stinkenden Städten rumzuwandern.

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Mit zwei Zwischenstops in Savannakhet (ganz nett) und Pakse (auch ganz nett, hab aber kaum was davon gesehen) klettere ich Dienstag Morgen in ein grosses Tuktuk, und fahre mit einer Menge Reissäcken, ein paar Mönchen, ein paar alten Frauen und einer Ziege weiter in den Süden. Ich werde in einem Dorf mit Bootsanleger abgesetzt, wechsle ins Boot und komme nach nur 10 Min Fahrt auf Don Det an. Und bin erstmal überrascht.

Das sieht hier aus wie in Vang Vieng!

Restaurants, Bars, Guesthouses. Eins neben dem anderen. Ein Schild bunter und greller als das andere. Überall Laoten, die einem was verkaufen wollen.

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Ich wollte meine verdammte Ruhe!!

Ich checke erstmal in einem Guesthouse ein, bekomme meinen Bungalow, lege mich vier Stunden in die Hängematte, starre auf den Mekong und die vielen kleinene Mini-Inseln vor mir und finde raus, dass man hier nur 3Km in den Süden umziehen muss, um seine absolute Ruhe zu haben.

Am nächsten Tag kommt auch Ro nach Don Det und wir suchen uns abgelegene ruhige Bungalows. Und werden fündig. Wir beziehen zwei Bungalows, zwischen denen noch der eines Deutschen liegt. Seitdem liege ich nur noch in der Hängematte, ab und zu gehen wir was essen, planen, ob man am nächsten Tag mal was anderes machen sollte. Eine Fahrradtour, zum Beispiel. Meistens führen solche Gesprächer hier aber doch immer wieder auf die Hängematte zurück, aus der ich gerade auch schreibe. Nur die Fischer im Mekong…die nerven manchmal mit ihrer Hektik…ihrem arbeitsamen Rumgesitze und Gewarte ;-)

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