Wie man sich beim Essen lächerlich machen kann

Ich verabrede mich mit Walle zum Essen in der Bar, in der ich am Vorabend mein erstes Singha hatte. Die haben auch eine Küche und die Bilder in der Karte (auf der ganzen Welt hasse ich das, in Thailand/Asien hilft das enorm weiter, weil man keine Ahnung hat, was man da eigentlich bestellt) sahen sehr gut aus. Preislich natürlich höher als auf der Strasse, aber beim Essen zu sitzen hat auch seine Vorteile.

Es gibt Thai-Essen im Tapas-Style. Also kleine Portionen. Ideal, um mehr zu probieren. Ich bestelle gewürztes Beef, einen Papaya-Salat und Reis. „Less spicy“!! Was ich im Endeffekt bekomme ätzt mir den Mund weg! Sowohl das gewürzte Rind, als auch der Papaya-Salat, der einfach wahnsinnig lecker war.

Ich muss dazu anmerken, dass ich und asiatisches Essen bis vor ein paar Jahren nicht mal annähernd miteinander geflirtet hätten. Ich habs gehasst. Dafür fand ich alles scharf gewürzte toll. Heute ist es genau andersrum. Thai=lecker, aber scharf geht nicht mehr wirklich.

Trotzdem: Ich habs gegessen. Und ich hab natürlich den Fehler gemacht und dabei getrunken und damit meinen Mund fast zum Explodieren gebracht. Aber ich muss sagen: Es war sagenhaft lecker, auch wenn die Thais kein gutes Beef haben. Egal. Nach einer gefühlten halben Stunde konnte ich wieder sprechen und trinken. Papaya-Salat lege ich jedem ans Herz. Ich werd mich hier davon ernähren!

Der Besitzer der Bar kam immer wieder vorbei, um sich über meinen Zustand totzulachen, rief noch Bekannte dazu und versicherte mir, dass ich wirklich „less spicy“ bekommen habe. Glaube ich ihm auch, denn ich habe von Walles Papaya-Salat probiert…und der hat „normal spicy“ bestellt.

Danach gehen wir auf den Nachtmarkt „Patpong“ um die Ecke. Schlimmer als die Reeperbahn. Immerhin hab ich eine gefälschte Sonnenbrille für 200 anstatt 500 Baht bekommen. In Thailand lernt man Handeln. Wenn nicht, zahlt man unfassbare Preise. Das geht allerdings inzwischen soweit, dass ich schon im 7/11 überlege zu handeln….

Wir essen dann auf der Strasse noch erst frittiertes und dann gegrilltes Fett, welches eigentlich Huhn sein soll, wollen nach dem dritten Singha noch frittierte Heuschrecken probieren, schrecken dann aber vor dem für den Nachtmarkt extrem hohen Preis von 50 Baht (€ 1,25) ab. Die ideale Ausrede für Pussies….

Leider entdecken wir viel zu spät ein wirklich einladendes Open-Air-Restaurant, trinken da aber noch was. Und was die Thais an den Nebentischen bekommen und was auf der Karte steht ist einfach zu lecker. Jeder Tisch bekommt erstmal einen Fondue-ähnlichen Topf, in dem Kräuter und Reisnudeln in Wasser garen. Dazu wird dann je nach Belieben Fleisch, Fisch, Fett, Qualle oder anderes exotisches bestellt. Sollte ich jemals wieder auf den Markt gehen (und da ich mich hier auf Koh Phangan langweile kann das durchaus bald passieren), ich werde da mit Sicherheit Frosch essen!

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