Nelson – Äpfel und Gold

Ankommen auf der Südinsel Neuseelands. Ich weiss noch, als ich ein kleiner Junge war und im Fernsehen eine Doku über genau diesen sehr speziellen Teil der Welt sah und mir damals eigentlich ziemlich sicher war, dass das, was ich da gerade sehe ziemlich geil ist, aber so weit weg, dass ich da sicher nie hinkomme und mir auch dementsprechend keine Gedanken darüber mehr gemacht habe. Dennoch: Die Erwartungen sind hoch. Sehr hoch.

Chris, den ich in Phnom Penh kennengelernt habe, hat mich eingeladen, ein paar Tage bei ihm in Nelson zu verbringen. Er holt mich dankenswerterweise morgens um 6 Uhr in Picton von der Fähre ab. Noch ist alles dunkel. Die Erwartungen lauern aber. Wir fahren los, haben so ca. 70 Km vor uns. Entlang der Küste. Gute Voraussetzungen!  Wir fahren also so vor uns hin durchs Dunkle, als so langsam die Sonne aufgeht. Und ich sags Euch! Der Wahnsinn! Genau SO hab ich mir Neuseeland immer vorgestellt! Wasser, „Berge“, Wolken, Blauer Himmel, Satte Farben! Alles da!

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JAAAAAAAAAAA!

Genau so geht die Fahrt weiter. Egal um welche Kurve es geht, es sieht immer anders aus. Und überall ist Natur. Ich bin happy! Wir kommen nach ca. einer Stunde bei Chris an. Das Haus liegt toll einsam in einem Tal über Richmond bei Nelson. Und ich muss nach der halbdurchwachten Nacht erstmal schlafen.

Am Abend esse ich das erste Mal in Bierteig frittierte Muscheln. SUCHT! Fettig ohne Ende, aber ebenso unendlich glücklichmachend. Und wieder ins Bett fallen. Die klare saubere Luft, die minütlichen Augenorgasmen, das leckere Essen. Das macht alles müde.

In den nächsten Tagen zeigt mir Chris die Umgebung von Nelson. Da gibt es eine Menge Quellen, einen sehr goldfarbenen Strand in der Gold Bay, ein paar Steine im Meer, die wie ein gespaltener Apfel aussehen und jede Menge Felder mit Äpfeln (hier ist Herbst), ansonsten Pfirsichen, jede Menge Beeren und natürlich Kiwis.

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Golden Bay
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Split Apple Rock
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Ich will so ein Haus!!!

Wieder lerne ich viel über die Gastfreundschaft der Neuseeländer. Ich fühle mich wie in einer Familie aufgenommen und es ist mir schon wieder fast peinlich, dass ich bis auf Essenseinladung und Spülmaschine Ausräumen so wenig zurückgeben kann. Danke an Rose und Chris für alles! Ich weiss, Ihr lest das ;-)

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DAS ist mein Haus!

Und da ich noch mehr von der Südinsel sehen will, miete ich mir einen Kombi, in dem ich zwei Wochen lang wohnen und cruisen will. Ich werde zwar für verrückt erklärt (TEMPERATUREN bis 0 Grad, JUNGE!!), aber ich werde mit Matratze, Schlafsack und vielem anderen tollen Zeug, für welches ich ungern Geld ausgegeben hätte (weil keine Verwendung dafür nach dem Trip), ausgestattet.

2 Antworten auf „Nelson – Äpfel und Gold“

  1. Mir stehen die Tränen in den Augen. Eine Mischung aus „Be“Neid und Sehnsucht. Will zurück dahin. Wünsche dir ganz wundervolle Wochen dort. Und bitte überlege nicht zweimal, ob du länger im Paradies bleiben sollst. Tu es einfach. Liebe Grüße aus Kreuzberg

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