Roadtrip über die Südinsel Neuseelands – Tag 13&14 – Ende

Von Kaikoura gehts weiter nach Norden. Nachdem ich morgens beim Kaffee am Strand einen Felsen im Wasser schon für einen Wal gehalten habe, wird es wohl definitiv Zeit, das Meer zu verlassen und sich über langweilige Highways durch malerische Weinanbaugebiete zu bewegen. Doch davor stehen erstmal noch ein paar Kilometer herrlichste Küstenstrasse bei Kaiserwetter an.
Ich glaube, Ihr könnt das alles gar nicht mehr hören (lesen) und wünscht mir Regen bis ans Lebensende.

Die Strasse liegt oft noch ein wenig im Nebel, während 2 Meter daneben blauster Sonnenschein runterknallt. Genau richtig, um an einer Imbissbude am Strassenrand einen Lobster zu essen. Für lächerliche 40 NZD (ca. 26 Eur) bekomme ich ein am Vortag gefangenes Exemplar, sitze direkt am Strand und schaufel das Eiweiss in mich rein.

Nelson
Norden von Kaikoura
Nelson
Lobster zum Frühstück

Wie schon erwähnt geht es danach ewig durch Weinreben, bis ich irgendwann auf dem Queen Charlotte Driveway bin und entlang des Fjords fahre. Tolle Aussicht, wenn nur nicht überall Büsche im Weg stünden. Und das Fahren macht wahnsinnig Spass, wenn es so extrem kurvig ist wie hier. Ich übernachte im verschlafenene Havelock, esse dort in Bierteig frittierte Miesmuscheln, weil ich heute ja noch nicht genug Eiweiss hatte und fahre am nächsten Tag die recht langweilige Strecke nach Nelson weiter, wo ich den Ford Mondeo nach 3800 Kilometern wieder abgeben muss.

Nelson
Cable Bay
Nelson
Irgendwo
Nelson
Wein! Wein! Wein!

Ich kann kaum glauben, dass die zwei Wochen schon vorüber sind. Angefühlt haben sie sich wie drei Tage. Insgesamt eine wundervolle Zeit und definitiv der bisherige Höhepunkt des ganzen Trips. Auch wenn ich die ganze Zeit über recht viel allein war, weil auf den Campingplätzen so gut wie nichts los war (Rentner vor ihren Fernseher in ihren Campervans waren meistens die einzigen „Mitbewohner“), habe ich gerade diese Ruhe genossen. Im Gegensatz zu Asien kann man sich hier auch mal 100 Meter bewegen, ohne auf einen Menschen zu treffen.

nelson
Queen Charlotte Sound am Morgen

Dazu hilft einem die Natur und die Szenerie hier sehr, demütig gegenüber derselben zu werden. Ich habe in meinem Leben noch nie so ein Mit Schönheit verwöhntes Land gesehen! Diese Insel könnte sogar Kambodscha 50% davon abgeben und immer noch der schönste Platz auf der Welt sein.

Morgen verlasse ich sicher sehr wehmütig die Südinsel, um noch ein paar Tage über die Nordinsel zu tingeln, bevor am 24.5. mein Flug nach San Francisco geht.

10 Antworten auf „Roadtrip über die Südinsel Neuseelands – Tag 13&14 – Ende“

  1. Stimmt. Ja. Irgendwie wünsche ich dir Regenzeit bis ans Lebensende. :D So viel Glück mit Wetter, Auto und Reise kann ja keiner haben. Wo geht es als nächstes hin?

  2. Auch wenn ich persönlich kein Seafood mag, angerichtet sieht das sehr schick aus und die Bude gehört eingerahmt! Ich hoffe, die Nordinsel gefällt dir trotz des schnellen Durchritts auch noch! Vergiss den Sprung nicht!
    Und hey… San Francisco… wirst du mögen ;)
    LG und no worries ;)
    Claudi

  3. Wie Recht du hast, das Land ist von Schönheit verwöhnt! Diese Mischung aus dramatischer Landschaft, etwas Nebel und tollem Licht hat mich in Neuseeland auch umgehauen.

    Wenn du Holiday Parks suchst, die voller sind: Rotorua oder Taupo sind heiße Tipps :) Oder ist wirklich so gar niemand unterwegs? Keine Deutschen die im Wohnmobil mit 30 Sachen den Berg hochzuckeln?

    1. Haha. Nein, es ist wirklich recht leer. Die einzigen sind eigentlich die in ihren Campern hockenden Rentner. Aber ich beschwer mich nicht, finde das auch mal ganz ok so. Rotorua oder Taupo stehen an…bin gespannt ;-)

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