Roadtrip über die Südinsel Neuseelands – Tag 8 – aus den Catlins nach Taieri Mouth

Ich wache seeehr früh auf. Genauer gesagt um halb sechs. Und nach dem üblichen Zeug am Morgen fahre ich im Dunkeln los, um Pinguine zu sehen. Die watscheln nämlich nur morgens bei Tagesanbruch über den Strand, um dann den ganzen Tag ein ausgiebiges Bad zu nehmen. 

Ich schaffe es auf dem Weg tatsächlich, weder einen Hasen, noch ein Possum zu überfahren und komme noch im Dunkeln am Nugget Point an. Da steht ein Leuchtturm und es sind ein paar Felsen in Chicen McNuggets-Form im Wasser. Langsam wirds rötlich am Horizont. Die Bilder sind gemacht, aber kein Pinguin weit und breit.

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Leuchtturm am Nugget Point
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Nuggets am Nugget-Point

Vielleicht sind die ja tatsächlich nicht hier zu sehen und das Schild auf dem Weg, das mich zu einem Wildlife-Beobachtungsversteck leiten wollte hatte wohl doch recht. Ich fahr da hin, gehe den Weg hinunter zum Strand und was sehen meine müden Augen in ca. 100 Metern Entfernung? Zwei Pinguine, die über den Strand ins Wasser gehen. Und ich bin viel zu weit weg und zu lahm, um von denen ein Bild zu machen. Toll! Waren wahrscheinlich die letzten heute. Trotzdem gehe ich zum Unterstand, hab sowas ja noch nie gesehen, lunger da ein bisschen rum und plötzlich sehe ich was weiss-gelbes im Gebüsch! Drei Pinguine auf dem Weg zum Strand! Yes! Kamera, Action, Watscheln.

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Alles im Kasten und zurück ins warme Auto. Da ich auf dem Weg dorthin nur im Dunkeln gefahren bin, platzen jetzt auf dem Rückweg meine Augen fast vor Begeisterung. Wunderschöne Strände, ewig lang und wie immer in den Catlins vollkommen menschenleer. Dazu die Sonne und ich bin kaum mehr wegzukriegen…

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Danach fahre ich noch zum Kaka-Point. Schönes Städtchen, ich bekomme einen richtig guten Kaffee, spaziere ein wenig am tollen Strand entlang und finde es doof, dass die Catlins jetzt schon vorbei sein sollen. Google Maps zeigt mir, dass da noch eine weitere Schotterpiste an der Küste entlang geht, die in keinem Reiseführer und auch auf keiner Tourikarte eingezeichnet ist. Ich nehm die! Und das war eine gute Entscheidung. Ich frage mich, wieso die Strecke von Stirling nach Milton nirgends erwähnt wird. Ich brauche es eigentlich nicht nochmal erwähnen, wie schön die Küste da ist. Doch zusätzlich zur Küste fährt man da noch an einem Fluss- und Feuchtgebiet entlang, wie immer die üblichen Tiere am Grasen und ein absolut relaxtes Fahren.

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Für heute reichts trotzdem mit Fahren und ich stelle mich auf einen Campingplatz direkt am Strand in Taieri Mouth. Und nachdem mich Paula, die Besitzerin mindestens eine Stunde lang aufs Netteste vollgequatscht hat, mache ich noch einen langen Strandspaziergang und bewerfe meine Kamera dabei mit Sand. Gute Laune kann so einfach sein!

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