Online auf Reisen

Gerade wenn man einen Blog schreibt, will man auf Reisen online sein. Nur, wie klappt das am Besten? Ein kleiner Überblick darüber, wie man jederzeit bloggen, mailen und – am wichtigsten – Bilder vom Essen auf Instagram posten kann.

Online mit WLAN

Wenn es etwas wirklich ueberall gibt, dann ist es WLAN. Sei es bei Starbucks, McDonalds, im Hotel oder Flughafen: WLAN ist immer da. Allerdings funktioniert es nur in 50% aller Fälle so, dass man damit auch etwas anfangen kann. Auf Ko Phangan hatte ich das tolle Erlebnis, in meinem Bungalow am Strand tatsächlich vollen Empfang zu haben, fand dann aber heraus, dass das WLAN völlig ohne Kontakt zum Internet war. Und es auch die nächsten Tage blieb, weil der Besitzer die Rechnung nicht gezahlt hatte.

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Online mit WLAN am Strand von Gili Air

Überraschenderweise hatte ich in Ländern wie Laos und Kambodscha hervorragenden Datendurchsatz, wohingegen Australien, Neuseeland und Singapur eher ein gemächliches Bild abgaben.

Im Großen und Ganzen gesehen hat es mich irgendwann genervt, im Hotelzimmer eine Ecke zu finden, in welcher ich genug Empfang hatte meine Mails zu checken und habe mir eine Alternative gesucht.

 Online mit 3G

Da ich auf Reisen mein Iphone dabei habe, nutze ich gerne die Tethering-Funktion. Heisst, ich stöpsel das iPhone am Rechner an und gehe darüber ins Netz. Hat sich im realen Leben als durchaus praktisch und funktionell erwiesen (Darauf achten, dass das Handy keinen Netlock hat, sonst können keine netzfremden Sim-Karten benutzt werden).

Doch dafür brauche ich eine lokale Sim-Karte, weil ich mich ja nicht an Roaming-Gebühren totzahlen will. Also im Land ankommen, in einen Telefonladen oder zu 7/11 gehen und eine Prepaid Sim-Karte kaufen, wenn nötig zuschneiden lassen und ins Handy einlegen. Wenn man Glück hat, geht die Aktivierung innerhalb von ein paar Minuten und man kann loslegen.

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Kleine praktische Dinger

Worauf sollte ich achten, wenn ich im Ausland eine Prepaid-Sim-Karte kaufe?

  • Achte darauf, möglichst viele Gigabyte Datenvolumen in Deinem Paket zu haben. Sollte nicht viel dabei sein, vergleiche die Preise. Vielleicht gibt es einen Anbieter, bei welchem man viel billiger Volumen nachkaufen kann.
  • Infomiere Dich vorher, wieviel Du wo wofür bekommst. Es gibt da teilweise extreme Unterschiede.
  • Wähle in Ländern mit viel Land und wenig Großstädten (z.B. Neuseeland) darauf, das beste Netz. Ansonsten stehst Du dauernd ohne Empfang da.
  • Lass Dir die Sim-Karte wenn nötig vom Händler zuschneiden. Falls er sich „verschneidet“ ist es sein Problem.
  • Lass Dir die Karte am besten auch gleich vom Händler aktivieren. Oft sind die Bildschirm-Menüs dafür in lokaler Sprache.
  • Solltest Du doch selbst die Karte aktivieren müssen Probleme mit der Aktivierung haben – ruf die Hotline an. Sollte da niemand englisch sprechen, ruf mehrmals an. So habe ich in Laos auch nach dem zehnten Mal Erfolg gehabt.
  • Nutze die Zeichensprache. Sieht lustig aus, aber anders hätte ich z.B. in Mexiko keine Sim-Karte bekommen.
  • Gerade in Asien gibt es unzählige Strassenverkäufer, die Sim-Karten verkaufen. Den meisten kann man blind vertrauen und bekommt ein Handy mit aktiver Sim-Karte zurück.

Generell kann man sagen, dass mobiles Internet fast überall billiger ist als in Deutschland. Und: Es ist überall zu haben. Ich war begeistert zu erleben, wie modern Länder wie Laos und Kambodscha in dieser Hinsicht sind, wo ich nicht dauerhaften Empfang erwartet hatte.

Ein letzter Tipp jedoch: Leg Dein Telefon unbedingt auch mal zur Seite und geniesse offline! 

4 Antworten auf „Online auf Reisen“

  1. Dass lokale SIM-Karten häufig die bessere Variante ist, als lokales Wifi habe ich auch schon an ein paar Orten feststellen können. Zum Beispiel in Indonesien, wo ich diesen Sommer zwei Monate lang war, funktionierte das Wifi in den Hotels meist eher schlecht als recht. Über 3G war ich jedoch recht gut bei den Leuten.

    Ich habe aber auch schon Probleme damit. Zum Beispiel in Indien ist das Aktivieren einer Sim-Karte ein bürokratischer Hürdenlauf, den ich letztlich nicht gemeistert habe. Es beginnt damit, dass man beim Antrag einen einheimischen Bürgen angeben muss. Sorry, aber welcher Reisende hat das schon? Dann haben die Strassenhändler meinen Antrag nie an Vodaphone weitergeleitet, so dass das Handy jeweils nach fünf Tagen wieder deaktiviert war. Insgesamt drei Mal, bis ich die SIM-Karte von einer ausreisenden Touristin übernahm.

    Ein weiterer Punkt, den du hier nicht erwähnt hast: In grossen Ländern gibt es teilweise teure Roaminggebühren für Daten. In Indien ist das glaube ich so, und in China ganz sicher. Das heisst, du müsstest dort in jeder Provinz eine neue Simkarte kaufen. Vergleich dazu vielleicht auch meinen Artikel zu den SIM-Karten in China: http://weltreiseforum.com/blog/neun-dinge-die-du-uber-handys-in-china-wissen-solltest/

  2. Das mit Indien kann ich bestätigen. Selbst mit einer indischen Kollegin hat es über 2 Wochen gedauert, eine Sim-Karte zu aktivieren und von Bundesstaat zu Bundesstaat gibt es Roaming, klasse…
    Unproblematisch ist Sri Lanka: Pre-paid-Karte am Flughafen kaufen und glücklich sein, völlig unkompliziert ist auch das Aufladen!

    Ciao
    Ivana

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